Alles, was in Zukunft mit dem Etikett “Trance” versehen werden wird, muß sich von diesem Zeitpunkt ab an “Stellar Supreme” messen lassen.
Claus Bachor in: CUT, Dezember 1992
15,00 €
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Produktionszeitraum: Juni bis August 1992 I Veröffentlicht im November 1992 auf MFS-records I Format: LP & CD I Wiederveröffentlichungen: im August 1994 CD auf Logic Records/BMG und im Nov. 1998 CD auf time out of mind-records I Downloadveröffentlichung: Juni 2007 / time out of mind- records I Singleauskopplung: Heaven`s Tears im April 1993 I
Remastered 2025, Doppel Vinyl plus CD, Minimalkombinat 2025
Composed completely by Cosmic Baby – Produced by Cosmic Baby, co-produced by Jens Wojnar, except track 9 produced by Cosmic Baby, Paul van Dyk & Jens Woynar – track 15 produced by Cosmic Baby & VOOV – All accoustic and midi-instruments performed by Cosmic Baby, guitars by Jens Wojnar. – Vocals on track 5 by Kaa and on track 8 by Kyle Alexander – Digitally mastered by Wolfgang Ragwitz – Originalverlag DSB Musikverlag, aktueller Verlag 2025: Arabella Musikverlag GmbH Amiga Edition
Remastered 2025, Doppel Vinyl plus CD, Minimalkombinat Feb. 2026, Remastered by Peter Loidl
I
Heute feiere ich den Geburtstag von „Stellar Supreme“, meinem ersten Solo-Album, das vor exakt 25 Jahren am 1.November 1992 veröffentlicht worden ist.
Wenn ich meine Augen schließe, dann sehe ich einen mit Glück vollgestopften jungen Mann im Wunderland. Das Wunderland war eine kleine aber helle Einraumwohnung mit Ofenheizung in Berlin- Kreuzberg, Wiener Straße/Hinterhof; ein Bett, ein Bücherregal, ein Schreibtisch und meine Lieblinge, mit denen ich in Wohn- und Lebensgemeinschaft aufs engste verbunden war:
eine 101, eine 303, eine 606, eine 909, einen Juno 106, einen Alpha Juno 2, einen JX1 und einen JD 800 (allesamt von Roland). Dazu einen EMU – Emax, eine Yamaha CS40M und einen Akai S1000.
Hier entstanden die Kompositionen für „Stellar Supreme“, die in der Summe all die seelischen Facetten meiner damaligen Existenz musikalisch auf den Punkt bringen konnten:
Das, was ich war, stimmte mit dem überein, was ich sein wollte; es war ein OHNE-WENN-UND-ABER- VERLIEBT-SEIN in die Zeit, deren Himmel voller (Techno-)Geigen war. Ein herausragender Glücksfall, der in dieser Form nur in den allerseltensten Momenten eines Lebens erlebt werden kann.
II
Kein Künstler, kein Werk kommt aus dem Nichts. So überraschend ein Publikum ein Werk findet, so schnell die Medien mit Schlagworten wie „Shooting-Star“, „geniales Album Debüt“ oder “Benchmark” bei der Hand sind: es steckt immer eine (lange) Geschichte dahinter.
In meinem Fall 29 Jahre, von denen sich immerhin etwa 25 im Zusammenhang mit Musikmachen abgespielt haben.
Ein so genannter „großer Wurf“ setzt sich aus vielen einzelnen Elementen zusammen, die dann in einer Idealkonstellation miteinander reagieren und eine komplexe Kettenreaktion ausführen. Plötzlich entsteht eine Situation, in der persönliche Befindlichkeiten und Fähigkeiten, konzeptionelle Vorstellungen, vertriebs- und produktions-technische Möglichkeiten, emotionale und gesellschaftliche Umstände auf ungeahnt glückliche Weise zusammen treffen. Im Sommer 1992 war alles da, was ich dazu brauchte.
Ich zog in Jens Woynars`s Studio in Berlin Tempelhof und verließ es in den kommenden Wochen meist nur, wenn ich an den Wochenenden Auftritte hatte. Die Auftritte wiederum waren unglaublich wichtig für die Studioarbeit an den Stücken, da ich das, was ich live ausprobiert und erlebt hatte, dann direkt in Komposition und Mix einfließen lassen konnte. Auf „Stellar“ manifestiert sich das Spektrum meiner damals musikalisch ausdrückbaren Möglichkeiten.
III
Niemals wäre “Stellar Supreme” so geworden ohne:
KAA – mit ihrer Liebe und ihrer Inspiration –
JENS WOYNAR – mit seiner fantastischen Arbeit als Engineer und Co-Producer – und WOLFGANG RAGWITZ – wegen seiner begnadeten Fähigkeiten als Tonmeister.
IV
Heute halte ich also inne und bin dankbar dafür, dass ich diese Zeit und alle meine Zeiten so erleben durfte, wie ich sie erlebt habe. FÜNFUNDZWANZIG JAHRE SIND KEIN TAG, so kommt es mir vor. Und gleichzeitig scheint mancher Tag länger als fünfundzwanzig Jahre zu sein.
Wer ich heute bin, war ich schon damals und gleichzeitig bin ich heute ein ganz anderer. Manche Dinge kann man gerade nur deshalb machen & erleben, weil man noch recht wenig vom Leben weiß;
andere Dinge dagegen brauchen die immensen Erfahrungen, Irrungen, Wirrungen, Selbst- Enttäuschungen und Entdeckungen als Vorbedingungen, um sie überhaupt wahrnehmen, denken und dann tun zu können.
V
Nachtrag im Mai 2025
Acht weitere Jahre sind ins Land gegangen…Jahre in denen feste persönliche Gewissheiten und Fundamente heftig angegriffen und erschüttert wurden. Viele Aspekte des Lebens deute ich nun anders.
Nicht so aber die Geschichte von „Stellar Supreme“: meine Gedanken zum „fünfundzwanzigsten Stellar – Geburtstag“ gelten unverändert damals wie heute!
Umso schöner, dass nun Dank Mario und seinem Minimalkombinat eine wunderschön gestaltete neue Doppel-Vinyl-Edition (mit neu-gemasterter original CD inklusive) das Licht der Welt erblicken wird.
Mit großem Vergnügen habe ich mich daran gemacht, eine, der Verteilung auf vier Vinyl-Strecken angemessene, teilweise neue dramaturgische Essenz der Stücke zu gestalten: jede der Seiten des Doppelalbums soll als ein in sich geschlossener Mikro-Kosmos im übergeordneten Gesamtkontext von „Stellar Supreme“ erlebbar sein.
In diesem Zusammenhang möchte ich die großartige Arbeit von Peter Loidl herausstellen, der „Stellar Supreme“ – Vinyl als auch für die CD – hocheinfühlsam neu masterte.
Es ist schön für mich, mich noch einmal kreativ mit „Stellar Supreme“ beschäftigt zu haben. Ich reiste in die Zeit ihrer Entstehung zurück und konnte sie gleichzeitig mit einem guten Gefühl als zeitloses Klang- Kontinuum in die Gegenwart und in die Zukunft überführen.
Dabei fiel mir auf, was mich heute genauso stark berührt wie damals: die Urkraft, die Schönheit, die Erhabenheit und die ganzheitliche Symbolkraft und Wirkmacht der Buckelwal-Gesänge. Ich höre diese Gesänge als künstlerisches Werk, als Zeugnis, als Appell und als Manifest der Wale als Botschafter der Natur: „Ihr Menschen (der Nordhalbkugel): begreift Euch endlich als TEIL einer interdependenten Lebens- und Weltgemeinschaft!“. Ohne diese klangliche und geistig/spirituelle Gegenwart der Wale wäre dieses Album wäre unvorstellbar…
DREIUNDDREISSIG JAHRE SIND KEIN TAG.
The Heaven’s Tears’ remixes are by Jam El Mar Jam & Spoon, Kid Paul and the Cos himself. Jam starts by breezing in with that haunting piano line before upping gears into severe trance mode. The mood, however, remains dreamy and melodic. Kid Paul and Cosmic both opt for the electro approach, introducing a synth-line of Benny Hill trouserless chase velocity into the Moroder-esque pulserama.
Single “Heaven’s Tears”
What with the latest Cosmic Baby, and the latest Visions of Shiva, this label are shaping up very nicely. In fact I believe they are starting up a UK arm over here … As you would expect it goes through various degrees of uptempo intensity, compared with a lot of other German releases, this is well above average and a worthy purchase. Recommended.
Single “Heaven’s Tears”
A trio of remixes – all monstrous … the Cosmic baby mix is a smooth metallic cruise through the high velocity vistas he has made his own.
Single “Heaven’s Tears”
The overall artwork character makes an isolated consideration of the individual tracks absurd … Anyone with even a rudimentary interest in electronic (dance) music will not be able to do without “Stellar Supreme”.
Fast synth phrases, powerful beats that rattle through as if in circles, suddenly dissolving into finely chiseled piano or guitar melodies that sound so childishly naive that they could bring a tear to your eye – if they didn’t still manage to make it to the floor.
Cosmic Baby starts where electro pioneers like Brian Eno or Kraftwerk left off, combining soundtracks for the inner eye with hypnotizing rhythm loops. … shamanic genius!
A new world music with the latest high-tech seems to have been found here.
…a mixture of psychedelic, house, techno and classical music that convinces from the very first listen. Cosmic manages to create a trance record from all his influences, which not only provides relaxation in the disco, but also at home or in the car. … currently the best release in the trance genre.
“Stellar Supreme” ist Trance Dance der höchsten Perfektion und eine der seltenen bewußtseinserweiternden Platten. … Alles, was in Zukunft mit dem Etikett “Trance” versehen werden wird, muß sich von diesem Zeitpunkt ab an “Stellar Supreme” messen laßen.
Diamonds like Cosmic are furnishing the space disco for what is already shaping up to be a milestone year for music of the future. The real progressive house.
If ever there was a soundtrack for driving across the sand dunes of Mars, this is it!
Diamonds like Cosmic are furnishing the space disco for what is already shaping up to be a milestone year for music of the future. The real progressive house.
If ever there was a soundtrack for driving across the sand dunes of Mars, this is it!