Heaven

Die Symbiose aus elektronischer Musik und klassischen Kompositionsprinzipien hat es in der Form noch nie gegeben – in welche Schublade soll man den Buben also stecken?

D2000 08/98

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Produktion
Credits
Tracklist

Gedanken

Mit „Heaven“ wollte ich einer Fülle von großen inneren und äußeren Ansprüchen gerecht werden: es sollte charttauglich sein, und gleichzeitig anspruchsvoll, es sollte bezaubern wie „Stellar Supreme“, aber doch anders klingen, es sollte „mehr als Techno“ sein und doch Teil davon, ich wollte es Leuten „zeigen“, aus deren Umfeld ich mich schon längst gelöst hatte.

Sollte, wollte, musste…
Ich betrachtete das neue Album-Vorhaben „Heaven“ als eine Aufgabe, die ich zu lösen hatte, der ich

gerecht werden musste. Ich suchte nach vielen möglichen inspirativen Ansätzen…

Es wäre sicher eine gute Idee gewesen, “Heaven” mit zwei radikal unterschiedlichen Seiten als Doppel-CD-Album herauszubringen. Denn zur gleichen Zeit arbeitete ich parallel weitaus zielstrebiger an den Stücken, die stringent von einer klaren Idee bestimmt waren:
elektronische (Pop-)Musik ausschließlich mit Instrumenten der 70er-Jahre zu machen (Diese Stücke waren gesammelt unter dem Thema „Industrie & Melodie“(die ich aus dokumentarischen Gründen dann im Dezember 2006, also mit 7-jähriger Verspätung veröffentlichte). Die “gleichberechtigte” Durchsetzung dieser Stücke auf dem Album, hätte sehr wahrscheinlich zu einem befreiteren und gleichzeitig stärker konturiertem Umgang mit dem vorliegenden “Heaven”-Material führen können. Der Kopf war leider nicht frei genug – ich war einfach zu angespannt und zu unsicher: Ich machte mir zu viele Gedanken…
Jetzt aus dem Abstand heraus kann ich das Album mit viel mehr Mitgefühl und mit einem Lächeln wiederhören…und mir fällt auf, dass „Heaven“ in vielen Passagen vorwegnimmt, was seit einer gewissen Zeit gerne als „Neoklassik“ bezeichnet wird…

Kritiken

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